30.05.2016

Milchpreis und die Abschaffung der Marktwirtschaft

Nach dem Mindestlohn für abhängig Beschäftigte folgt nun der Mindestgewinn für Selbstständige.


Naja, zunächst sind die 320 Millionen nur für Milchbauern gedacht, aber im Sinne einer Gleichbehandlung muss das auch bald für (aussterbende) Handwerker und (politisch gewollte) Berater gelten. In einem letzten Schritt der Gleichmacherei muss es für Alle gelten.

Provokation (zynisch): Wenn es eine Grenze nach unten gibt, muss es später auch eine Grenze nach oben geben. Am Besten sind die Werte Mindestlohn / Mindestgewinn und Maximalgewinn/Maximallohn gleich hoch. Dann gibt es auch keinen Neid mehr, das mein_e Nachbar_in /  Kolleg_e/in / Geschäftspartner_in mehr verdient.

Marktwirtschaft wird abgeschafft

Es ist ja nur logisch: Produzenten eines einzelnen Gutes erhöhen ihre Produktionsmenge und da die Nachfrage nicht mitwächst, fällt marktbedingt der Preis für dieses Gut. Damit die Produzenten nun nicht auf dem niedrigen Preis sitzen bleiben, schickt sich die Politik in Deutschland an, den Milchbauern unter die Arme bzw. den Steuerzahlern in die Geldbörse zu greifen. Mit dem dreistelligen 'Förder'betrag soll der Milchpreis auf ein politisch korrektes Niveau angehoben werden. Und auch das Einkommen der Milchbauern wird auf einen Mindestgewinn 'angepasst'.

Die Subventionen - der Staat hat kein/kaum Geld - kommen vom Steuerzahler. Und mit diesen Geldern soll der Preis und das Einkommen der Milchbauern nach oben getrieben werden. Der Verbraucher - sofern er denn (Einkommens)steuern zahlt - zahlt also doppelt.

Geht es auch anders ?

Wir können ja mal nach Kuwait etc. schauen. Was passiert denn, wenn der Preis für Rohöl fällt? Welcher Minister gibt denn hier Subventionen aus? Keiner. Die Fördermenge wird gesenkt, um das Angebot schmaler zu machen und so den Preis zu verändern.


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