19.12.2011

Medienirrtümer 2011

Ich nehme mal die Nummer 5. Ich bin trotz dieser Argumentation und den Fakten davon überzeugt, das Content King ist.



Und lasse mich nicht davon abbringen.

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Irrtum 5: Qualität setzt sich immer durch

Medienmanager singen gerne das hohe Lied der Qualität. Man müsse nur Qualität bieten und der Rest komme dann mehr oder weniger von alleine. Könnte man meinen, ist aber nicht so. Das Publikum straft Qualität manchmal sogar ab. Ein gutes Beispiel dafür sind zwei ARD-Filme von diesem Jahr: “Homevideo” und “Dreileben” waren zwei ambitionierte TV-Filmprojekte, die qualitativ Maßstäbe gesetzt haben. Aber die Quoten: bescheiden bis miserabel. Das Phänomen ist nicht neu. Der Kritiker-Liebling “Im Angesicht des Verbrechens” fiel im Jahr zuvor beim Publikum auch gnadenlos durch. Und im Print? Da versuchte der glücklose Kurzzeit-Chefredakteur des Focus, Wolfram Weimer, dem angeschlagenen Magazin mit einer Qualitäts- und Relevanz-Offensive neues Leben einzuhauchen. O.k., er scheiterte auch an gewissen innerbetrieblichen Dissonanzen. Aber seine Qualitäts-Offensive fiel am Kiosk gnadenlos durch.

Was lernen wir daraus: Qualität als abstraktes Ziel ist ganz gewiss erstrebenswert aber noch lange keine Garantie für Erfolg. Leser machen hier feine Unterschiede, welche Art von Qualität bei ihnen ankommt. Ganz egal ob Spitzenqualität oder Trash - ein Produkt muss immer auch in die Zeit passen und richtige Rahmenbedingungen haben. Sonst wird das nix mit dem Erfolg.
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