29.09.2012

geborgtes Internet und die Lösung

Feedburner spike
Feedburner spike (Photo credit: Tom Raftery)
Als die statistischen Zahlen beim FeedBurner letzte Woche plötzlich auf 0 standen, war der Schreck bei den Nutzern (und auch bei mir) sehr groß. (siehe z.B. bei Natascha Ljubic, Jim Connolly und Google-Plus)

Was macht FeedBurner ?

Für alle, die FeedBurner bisher nicht kannten, eine kurze Beschreibung, was man mit diesem Tool von google machen kann bzw. wozu ich es genutzt habe.

a) 'schön machen'

Ein beliebiger RSS-Feed wird als Internetseite inklusive einer Vorschau zur Verfügung gestellt. Der Nutzer / Besucher kann dort entscheiden, womit er den Nachrichtenstrom zukünftig liest - Browsererweiterung, externes Leseprogramm etc. Zusätzlich gibt und gab es verschiedene Möglichkeiten die einzelnen Beiträge zum Verteilen in die sozialen Netzwerke vorzubereiten (Feedflare).

b) als Mailingliste anbieten

Feedburner ist so nett die Beiträge auch als Mailingliste zur Verfügung zu stellen. Ich habe z.b. einfach die Artikel des letzten Tages in der Zeitspanne von 9 bis 11 Uhr (einstellbar) als Mail versendet. Diese Mails waren auch noch gestaltbar und wurden in meinem Fall recht rege genutzt.

c) Statistiken generieren

Zwar stark schwankend, aber immerhin, konnte (kann man) die Leser(zahl) des Nachrichtenstromes erfahren. Zusätzlich ist noch das Ansehen und Klicken auf die RSS-Elementen in Grafiken darstellbar. Erstaunlich hier: Einzelne Themen werden von den Webseitenbesuchern, den eMail-Empfängern und den RSS-Abonnenten sehr unterschiedlich beachtet und konsumiert.

d) RSS als HTML-Seiten ausgeben

Mit dem Feedburner war es leicht möglich, im FB vorhandene RSS als HTML-Seite auszugeben. Dies war/ist in Standardbannerformaten oder auch eigenen Abmessungen möglich. So konnte/kann man z.b. den eigenen Inhalt mit Partnerseiten sehr komfortabel tauschen.

Schreck laß nach

Sehr deutlich ist an dieser Stelle, also als die Statistik einfach 0 war, wieder einmal geworden, das Internetseiten, Dienste und Informationen im Netz von jetzt auf gleich verschwinden können. Ohne Backup- und Reservesysteme ist dies dann einfach verschwunden - extreme Vergänglichkeit trotz den immer beschworenen 'Das Internet vergisst nichts!'.

Zusätzlich ist am Horizont plötzlich zu sehen, das die Zukunft von Feedburner in den Sternen steht. Seit vielen Jahren, seit dem Google den Dienst erworben hat, wurde nichts bzw. wenig daran gearbeitet. Die API wird auch eingestellt und der dazugehörige Blog ist schon Geschichte.

Es war (k)eine leichte Entscheidung zurückzurudern und die ersten Schritte zur Lösung vom Feedburner in die Wege zu leiten. Eine Herausforderung war die Ausgabe des RSS als HTML-Seite.

RSS2HTML ist Dein Freund

Dieses Script - zu hosten  auf dem eigenen Server / Webspace - hatte ich schon einmal vor längerem getestet und war recht zufrieden. Nur den Anpassaufwand habe ich gescheut. Bei FeedBurner war das ja mit ein bisschen verschieben sowie Farben und Elementen klicken und verschieben getan.

Gedacht, gesagt und getan: Templates erstellt, Cronjobs, Scripte und Webseiten angepasst und é voila die Beiträge des RSS erscheinen wieder als Webseite.

Wie nun genau?

http://scripts.rss2html.com/public/rss2html.php?XMLFILE=<dein-feed>&TEMPLATE=<dein-template>&MAXITEMS=<maxBeiträge>

Obige beispielhafte Beschreibung steht ja überall und ist auch kein Problem. Ist alles recht einfach einzustellen. Problematisch in einem Fall war, das der Platz für die neue HTML-Seite, welche mit include eingefügt werden sollte, begrenzt ist. Tabellen, wie in der Dokumentation von rss2html angegeben, wollte ich nicht verwenden.

P.S.: Der Full Stack Developer musste mich auf den Unterschied von include() und readfile() hinweisen. Danke nocheinmal !

Nach langem lesen fand ich den Parameter &ItemDescriptionLength=<maxZeichen> im Netz und dem Quellcode. Mit diesem kann man die einzelnen Beiträge selbst zeichenmässig begrenzen. Dies war eine einfach und schnelle Lösung.

Aber was ist mit den HTML-Tags

Herausforderung war nun, das in den Beiträgen (ItemDescription) öffnende und schließende HTML-Tags enthalten waren: <p>Lorem Ipsum</p>

Wenn diese nun nach 10 Zeichen abgeschnitten werden, ergibt das auf der neuen Seite einen - unsichtbaren -  HTML-Fehler : [code]<p>Lorem I[code]. Dieses Problem habe ich mittels strip_tags() gelöst, auch wenn dadurch natürlich Umbrüche, Auszeichnungen und Links in dem 'neuen' Code nicht mehr vorhanden sind.

Die Zahlen sind wieder da

Auch wenn die statistischen Zahlen beim Feedburner wieder da sind, bleibt doch die Angst Befürchtung das es mit Feedburner nicht mehr lange so weiter geht. Den nun beschrittenen Weg der Lösung von Feedburner werde ich weiterverfolgen. Hierzu kommt es auf Seiten mit denen ich beruflich und privat zu tun habe, verständlicherweise zu Änderungen
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