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Blondie denkt - zuviel?

Gedankensplitter, Aufreger, Aktuelles

30.8.07

Verschwimmende Ziele?

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Kommt meine innere Unruhe daher, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass mir meine persönlichen Ziele zu unklar erscheinen.

Eventuell liegt es auch daran, dass ich das Gefühl habe auf meine Umwelt nicht so Verlass ist, wie ich das erwarte. Dummerweise ist das im Beruf noch schlimmer als im Privaten. Im Freizeitbereich ist es aber noch schlimmer.

Das hat mich gestern dazu verleitet mit J. und Herrn Prof. fast 3 Stunden über meinen "Themenchannel"- Ansatz zu diskutieren. Ich kann mir jetzt erklären, woran es liegt, dass ich in manchen Situation besonders sensibel bzw. erwartungsvoll reagiere.

Es bleiben am Ende dieses vielleicht sinnlos erscheinenden Blogeintrages mehr fragen als antworten:

Brauche ich externe Hilfe?
Erwarte ich zuviel?
Kann der Ansatz stimmen?
Bin ich ein Egoist?
Warum ist das so?

Aber es musste mal raus!

28.8.07

Bye, Bye!

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Folgende Mail traf gestern abend bei mir ein:

Hallo!

Du bekommst diese Mail, weil Du dich bei Blogscout.de angemeldet
hattest und ich Dir heute mitteile, dass der Dienst mit sofortiger
Wirkung eingestellt wird. Mehr Informationen bekommst Du auf
http://blog.blogscout.de

Entferne bitte bis Ende September den Counter- und MailMe-Code von
Deinem Blog. Sonst kann es ab dem 1. Oktober zu erheblichen Verzoegerungen
beim Aufruf Deines Blogs kommen.

Spaetestens am 15. September werden alle Daten aus der Datenbank entfernt,
Du musst Dich bei Blogscout also nicht abmelden.

Ich Danke fuer Dein Vertrauen und entschuldige mich fuer die Unannehmlichkeiten.

Viele Gruesse,
Dirk Olbertz

Das finde ich echt schade. Schaut nochmal schnell drauf und in der Karte seht Ihr, welche tollen Blogs in "meiner" Umgebung auf das GelesenWerden noch warten.

26.8.07

Navigation 2.0

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Das nenne ich doch mal user generated content. Da fahre ich gemeinsam mit einem Großteil meiner Familie, geführt durch mein Navigationssystem, zu Bekannten und sehe plötzlich dieses Schild.



Und wirklich. Die Straße war zu Ende und das Schild persönlich für mich (sicher vor kurzem) aufgestellt. Wir haben dann mittels Try and Error den richtigen Weg die neue Straße gefunden.

P.S.: Das bewegt mich trotzdem nicht, eine neue DVD für mein Einbau-WiefahreichdengrößtenUmweg-Gerät zu erwerben.

Ich habs bestimmt schon mal irgendwo gelesen oder gehört. Bin aber heute über mybloglog drauf gestossen:

abgeordnetenwatch.de

Und musste gleich schmunzeln. Natürlich sucht man ja erstmal die MdB in seiner Nähe und dann schaut mensch ja, was die eigene Kanzlerin so an Antworten gibt.

Keine. Aber die Fragen sind interessant. z.B.

Guten Tag, Frau Merkel

Ich bin im Computersicherheitsbereich tätig und hätte einige technische Fragen zum Bundestrojaner (BT):
  • Um unentdeckt zu bleiben, muss sich der BT tief im System verwurzeln. Dabei kann das System kaputt gehen. Kriminelle Virenautoren nehmen so etwas in Kauf. Wie geht die Regierung damit um evtl. fremde Rechner zu zerstören ?
  • Dank der tiefen Verwurzelung kann der BT auch Dateien erstellen und löschen, ohne Anzeichen zu hinterlassen. Damit könnte man Beweise fälschen. Welche Sicherheit gibt es da ?
  • Da prinzipielle Beweise gefälscht werden können, ist das Ergebnis vor Gericht nicht verwertbar, oder ?
  • Wie stellen sie technisch sicher, dass der BT nur die Zielperson erreicht (IP Forwarding...) ?
  • Welche Infektionsvektoren (Angriffwege) wollen Sie nutzen? Abhängig davon kann auch eine falsche Person den Bt bekommen.
  • Wenn ein Krimineller den BT entdeckt und analysieren lässt, haben Sie ihm ein Angriffstool frei Haus geliefert. Wie ist der BT gegen Missbrauch geschützt ?
  • Einen Trojaner zu schreiben, der nicht entdeckt werden kann, ist eine sehr spezielle Aufgabe. Haben die Programmierer des BT auf diesem Gebiet Erfahrung? Wenn ja: Sind sie Kriminelle Virenautoren ? Ist sichergestellt, dass sie inzwischen geläutert sind und keinen Unsinn anstellen ? Wenn nein: Wie garantieren sie eine hohe Qualität des BT ?
Dann sage ich mal herzlichen Dank, Thorsten Sick. Die Antworten interessieren mich auch. Ich sende deshalb mal einen Link dieses Blogeintrages an meinen twitter-Freund schaeuble. Eventuell bekommen "wir" ja von dort eine Antwort.

Die gestern und heute öffentlich diskutierten und teilweise kritisierten neuen Gesetzesentwürfe gehen mir noch nicht weit genug.

Die Kritiker und ewigen Datenschutznörgler müssen sich fragen lassen, ob sie am Erhalt unserer seit tausenden Jahren erfolgreich etablierten Demokratie festhalten wollen oder den fundamentalistischen Kriegern aus dem Morgen- und Abendland das Feld überlassen wollen.

Meine Vorschläge:

  • Alle deutschen (Euro)-Geldscheine und -Münzen werden durch die ca. 4 Millionen Arbeitslosen mit RFID-Chips ausgestattet. Beim Tausch in ausländische Währungen wird ein 20%iger Solidarabschlag einbehalten.
  • Jeder hängt wöchentlich seine Kontoauszüge (auch von Depots, Sparbüchern, Tagesgeldkonten und Sparstrümpfen) an das schwarze Brett des Supermarktes seines Vertrauens. Von dort werden sie ins Kontenauszugsverwaltungszentralregister versandt und im Internet veröffentlicht.
  • In Mehrfamilienhäusern oder EFH-Siedlungen werden Siedlungsbevollmächtigte benannt. Diese überwachen beobachten besonders kurzzeitig Anwesende.
  • In allen Schlaf- und Kinderzimmern werden Kameras zur Kontrolle von Bewegungen und Äußerungen der Bewohner angebracht.
  • Die Personalcomputer werden zur Gefahrenabwehr mit SchaeuSecure2.0 ausgerüstet. Diese Social-Network-Software inkl. Viren- und Informationschutzmodul kann remote zur Vergrößerung des Freundeskreises oder optional zur Isolierung verwendet werden.
Ich hoffe, dass meine Vorschläge Eure Zustimmung finden.

Als ich eben bei hansi in der flohbude unterwegs war, dachte ich zunächst an einen Aprilscherz.

Auf gesundheit.de steht es aber auch nochmal: Chinesen und weitere Volksgruppen vertragen keine Milch.

Und deshalb ist das mit den Butter- und Milchpreisen nur irgendein JournalistenMilchindustrie-Blödsinn?

Einen kleinen Presserundblick beim Kolleschen google.

P.S.: Das Bild ist übrigens von landgraf.

und ich sage Dir, welche Freunde Du bald neu hast.



So oder so ähnlich könnte Dominik F. gedacht haben, als er sich an die Entwicklung von feedbuddy.de gemacht hat. Bei dem kurzen Gespräch beim Gründerszene-Brunch (5.8.07) in Berlin stellte er es mir als "del.icio.us für Feeds" vor.

Ich finde die Idee sehr angenehm, weil ich ja eh immer auf der Suche nach neuen themenrelevanten Informationen bin.

Vorteilhaft finde ich, dass man aus thunderbird oder netvibes die Feeds in einem Rutsch exportieren (als opml) und dann bei feedbuddy importieren kann. Natürlich kann man auch erstmal einzelne Feeds manuell eingeben.

Ach - eh ich es vergesse. Dominik ist der "Salatmann" von http://www.salad20.com/, der Salatbar 2.0.

Im Interview mit der Lokalen Volks-Zeitung sprach Juli Zeh ein vernichtendes Urteil über die literarische Kraft unserer so tollen Heimatstadt.

J.Z.:

Das ist Unsinn. Literarisch ist Leipzig längst tot.

LVZ:
Es gibt die Buchmesse …

J.Z.:
… einmal im Jahr ein isoliertes Großereignis, das übers Jahr immer wieder einschläft. Wenn man Kontakt zu Kollegen sucht, eine lebendige Szene will, ist man hier falsch. Das war mal anders. Es gab in den 90ern, in den Jahren des kreativen Aufbruchs, Lesungen an allen möglichen und unmöglichen Orten. Da haben Leute selbst angepackt und ein Programm auf die Beine gestellt. Heute warten sie auf institutionelle Förderung.

LVZ:
Ist das anderswo anders?

J.Z.:
Sicher. In Berlin funktioniert die Szene nach der Maxime „arm, aber glücklich.“ Natürlich ist das auch kokett. Aber wer versucht Fördermittel abzugreifen, gilt als uncool. Die Devise heißt: Es muss auch ohne gehen. In Leipzig dagegen sind die ehemaligen Off-Stätten längst etabliert. Das sagt eigentlich alles.

Mir ist klar, dass ich nur einen kleinen Teil des Interviews wiedergegeben habe. Beim Lesen kam mir jedoch ein Vergleich in den Kopf. Was passiert, wenn man Literaturstadt mit Familienstadt ersetzt? Sind dann alle uncool, die Projekte nur dann iniziieren, wenn es um (institutionelle) Fördermittel geht? Sind auch die Projekte uncool, die zum Scheitern verurteilt sind, wenn das Ende der (institutionellen) Förderung ansteht?


Klar, ich bleibe in Leipzig und kann da ganz schlecht so vernichtend urteilen.

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